Ernst Caramelle. Denkfiguren
2026 Susanne Neuburger 2026 Susanne Neuburger

Ernst Caramelle. Denkfiguren

Anlässlich der ersten zusammenfassenden Ausstellung über Videokunst mit dem Titel Video-Skulptur. Retrospektiv und aktuell (1963-1989), die in Köln, Berlin und Zürich 1989 stattfand, ging der Medientheoretiker John G. Hanhardt in seinem Katalogbeitrag davon aus, dass Video in seiner Funktion als kultureller Diskurs auf zwei Dingen aufbaut: auf der Opposition zur beherrschenden Rolle des kommerziellen Fernsehens sowie auf den intertextuellen Kunstpraktiken der späten 1950er und frühen 1960er Jahre.(1) Unter den zahlreichen Künstler:innen von Ausstellungen und Katalogbuch ist auch Ernst Caramelle zu finden, von dem sechs Werke erwähnt und beschrieben sind, darunter auch die Arbeit Video-Landschaften von 1974, die nun im Studienzentrum der Sammlung Generali Foundation im Rupertinum zum „gedanklichen Resonanzraum“ (Pressetext) der Ausstellung wird. Die kleine, sehr feine Präsentation (Kurator: Jürgen Tabor) ist auf einen Raum „beschränkt“, besteht aus Postern, Katalogen und Ephemera des Künstlers und stellt unter dem Titel Denkfiguren das „labile Verhältnis von Realität und Illusion, von Bild und Raum“ (Pressetext) zur Diskussion, das Caramelle in seiner Arbeit thematisiert.

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