Ernst Caramelle. Denkfiguren
Anlässlich der ersten zusammenfassenden Ausstellung über Videokunst mit dem Titel Video-Skulptur. Retrospektiv und aktuell (1963-1989), die in Köln, Berlin und Zürich 1989 stattfand, ging der Medientheoretiker John G. Hanhardt in seinem Katalogbeitrag davon aus, dass Video in seiner Funktion als kultureller Diskurs auf zwei Dingen aufbaut: auf der Opposition zur beherrschenden Rolle des kommerziellen Fernsehens sowie auf den intertextuellen Kunstpraktiken der späten 1950er und frühen 1960er Jahre.(1) Unter den zahlreichen Künstler:innen von Ausstellungen und Katalogbuch ist auch Ernst Caramelle zu finden, von dem sechs Werke erwähnt und beschrieben sind, darunter auch die Arbeit Video-Landschaften von 1974, die nun im Studienzentrum der Sammlung Generali Foundation im Rupertinum zum „gedanklichen Resonanzraum“ (Pressetext) der Ausstellung wird. Die kleine, sehr feine Präsentation (Kurator: Jürgen Tabor) ist auf einen Raum „beschränkt“, besteht aus Postern, Katalogen und Ephemera des Künstlers und stellt unter dem Titel Denkfiguren das „labile Verhältnis von Realität und Illusion, von Bild und Raum“ (Pressetext) zur Diskussion, das Caramelle in seiner Arbeit thematisiert.
Archiv
2022
Thomas D. Trummer im Gespräch mit Hlldegund Amanshauser, Bregenz 25.02.2022, anlässlich der Ausstellung von Otobong Nkanga
2021
Susanne Neuburger zum „Pierrot lunaire“ von Marlene Monteiro Freitas bei den Wiener Festwochen.
Ein Gespräch von Hildegund Amanshauser mit Anna Meyer über ihre Arbeit im Rahmen des Projekts Serpentine, A Touch of Heaven (and Hell), Großglockner Hochalpenstraße 2020 bis 2022.
Susanne Neuburger
Zu Tatjana Dannebergs „Wait a Minute“ im Salzburger Kunstverein (8.5. bis 11.7.2021)
Der von Krzysztof Pomian prominent in der FAZ lancierte Artikel „Wie schlecht steht es wirklich um die Zukunft der Museen?“ hat uns erstmals mit dem möglichen Verschwinden des Museums konfrontiert.